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Live-Stream, Donnerstag, 8. Oktober 2020, 19 Uhr
Lisa Herzog im Gespräch mit Barbara Tóth


Die Rettung der Arbeit
Wie kann Arbeit in digitalen Zeiten demokratischer und gerechter werden?


Unsere Arbeitswelt wird Science-Fiction-Szenarien immer ähnlicher, künstliche Intelligenzen und Roboter übernehmen stetig mehr Aufgaben und sorgen für Existenzängste, die Populisten in die Hände spielen. Dabei ist die Zukunft der Arbeit kein Schicksal, sondern eine Frage der politischen Gestaltung – sie kann und muss gerade jetzt couragiert beantwortet werden. Die Corona-Pandemie, die mit hoher Arbeitslosigkeit und veränderten Arbeitsbedingungen einhergeht, hat die Dringlichkeit dieser Frage noch einmal verschärft.

Lisa Herzog (*1983) arbeitet an der Schnittstelle von politischer Philosophie und Ökonomie. Schwerpunkte sind die Ideengeschichte des politischen und wirtschaftlichen Denkens, die normative Bewertung von Märkten, Ethik in Organisationen, und Zukunft der Arbeit. Sie studierte Philosophie, Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte an den Universitäten München (LMU) und Oxford. Nach Stationen in Oxford, München, Frankfurt, Stanford u.a. lehrt sie seit Oktober 2019 an der Fakultät für Philosophie und dem Center for Philosophy, Politics and Economics der Universität Groningen (Niederlande). 2019 erhielt sie den Tractatus-Preis sowie den Deutschen Preis für Sozialphilosophie und Ethik.